
Ihre Website ist der Ort, an dem die meisten Ihrer Kunden Sie zum ersten Mal kennenlernen. Bevor sie anrufen, in Ihr Büro kommen oder ein Angebot anfragen, sehen sie sich Ihre Website an – und entscheiden in wenigen Sekunden: Ist das seriös? Was macht diese Firma? Kann sie mein Problem lösen?
Trotzdem beginnen die meisten Website-Projekte mit der falschen Frage: „Was kostet das?“ Der Preis ist natürlich wichtig – doch das richtige Budget ergibt sich aus dem, was die Website leisten soll. In diesem Beitrag haben wir die häufigsten Fehler aus unseren Projekten mit Unternehmen verschiedenster Branchen zusammengetragen – und wie Sie sie vermeiden.
Erst das Ziel festlegen, dann über Design sprechen
Eine Website sollte eine klare Hauptaufgabe haben: Anfragen gewinnen, Produkte verkaufen, Termine vereinbaren oder Vertrauen in Ihr Unternehmen schaffen. Ohne diese Hauptaufgabe wird das Design zu einem hübschen Schaufenster, das Besucher zu nichts bewegt.
Beantworten Sie vor Projektbeginn diese drei Fragen in jeweils einem Satz:
- Wer wird die Website besuchen? Bestandskunden, neue Käufer oder Geschäftspartner?
- Was soll der Besucher auf der Website tun? Anrufen, ein Formular ausfüllen oder kaufen?
- Wie messen wir den Erfolg? An der Zahl der monatlichen Anfragen, am Umsatz oder an wiederkehrenden Besuchern?
Diese Antworten bestimmen die Seitenstruktur, das Menü, die Platzierung der Buttons und sogar die Auswahl der Fotos. Wer mit diesen Notizen ins erste Gespräch mit seiner Agentur geht, verkürzt Zeitplan und Budget spürbar.
Mobile First denken
Heute stammt der Großteil des Web-Traffics von Smartphones. Ihre Besucher öffnen Ihre Website sehr wahrscheinlich zwischen zwei Terminen, unterwegs oder abends auf dem Sofa – mit einer Hand. Eine Website, die am Desktop perfekt aussieht, deren Menü sich am Handy aber nicht öffnet und deren Texte man erst vergrößern muss, verliert mehr als die Hälfte ihrer Kunden schon an der Tür.
Mobiltauglichkeit heißt nicht nur, dass alles auf den Bildschirm passt: Die Telefonnummer muss mit einem Fingertipp anrufbar sein, der WhatsApp-Button in Reichweite des Daumens liegen und Formulare kurz und tastaturfreundlich sein. Lassen Sie sich vor der Freigabe des Designs unbedingt auch die Mobilansicht zeigen.
Geschwindigkeit ist so wichtig wie Design
Dauert das Laden einer Seite länger als ein paar Sekunden, springt ein großer Teil der Besucher ab, ohne zu warten. Zudem bewertet Google die Seitenerfahrung (Core Web Vitals) als Rankingsignal – eine langsame Website kostet also Kunden und Sichtbarkeit zugleich.
Der Großteil der Geschwindigkeit wird durch Entscheidungen zu Projektbeginn gewonnen:
- Bilder in modernen Formaten wie WebP und in der tatsächlich angezeigten Größe ausliefern
- Auf unnötige Plugins und schwere Fertig-Themes verzichten, die alles auf einmal laden wollen
- Einen hochwertigen Server, ein SSL-Zertifikat und Caching nutzen
- Schriften und Skripte nur auf den Seiten laden, auf denen sie gebraucht werden
SEO ist kein nachträgliches Extra
Viele Unternehmen sagen nach dem Launch: „Jetzt machen wir noch SEO.“ Dabei wird das Fundament für Suchmaschinenfreundlichkeit im Gerüst der Website gelegt: aussagekräftige Seitentitel, saubere URLs, eine korrekte Überschriftenhierarchie, Meta-Beschreibungen, eine Sitemap und schnell ladende Seiten.
Eine eigene, aussagekräftige Seite für jede Ihrer Leistungen rankt deutlich besser als eine einzige Seite, die alles erklären will. Wenn Sie lokal tätig sind, beeinflussen auch ein aktuelles Google-Unternehmensprofil sowie überall identisch geschriebene Adress- und Telefonangaben Ihre Sichtbarkeit direkt.
Inhalte vor dem Design vorbereiten
Die Phase, die sich in Projekten am häufigsten in die Länge zieht, ist nicht der Code, sondern der Inhalt. Wenn Texte, Produktlisten, Referenzen und Fotos bis zur letzten Minute warten, verzögert sich die Website – oder sie geht mit Platzhaltern wie „Hier kommt Text hin“ online.
Erzählen Sie dem Besucher nicht von sich, sondern davon, wie Sie sein Problem lösen. Kurze Absätze, klare Überschriften, echte Fotos und konkrete Zahlen überzeugen immer mehr als allgemeine Sätze, geschmückt mit Stockfotos.
Eine gute Website ist nicht die, die viel sagt, sondern die, auf der der Besucher am schnellsten findet, was er sucht.
Vertrauenselemente sichtbar machen
Bevor Menschen einem unbekannten Unternehmen schreiben, suchen sie nach Hinweisen. Platzieren Sie diese Hinweise gut sichtbar auf der Seite:
- Echte Referenzen, abgeschlossene Projekte und Kundenbewertungen
- Vollständige Adresse, Telefon, E-Mail und Karte
- SSL-Zertifikat (das Schloss in der Adressleiste) und Datenschutzhinweise (KVKK, vergleichbar der DSGVO)
- Eine „Über uns“-Seite, die Ihr Team und Ihre Arbeitsweise vorstellt
Der Launch ist nicht das Ende, sondern der Anfang
Eine Website beginnt an dem Tag zu altern, an dem sie online geht: Software wird aktualisiert, Sicherheitslücken tauchen auf, Ihre Leistungen und Preise ändern sich. Eine nicht gewartete Website wird mit der Zeit langsamer, wird zum Sicherheitsrisiko und fällt in den Suchergebnissen zurück.
Fragen Sie beim Angebot unbedingt: Auf wessen Namen werden Domain und Hosting registriert? Wie oft werden Backups erstellt? Können Sie Inhalte selbst aktualisieren? Wie sind Support und Wartung nach dem Launch geregelt?
- Sind Hauptziel und Zielgruppe der Website schriftlich festgehalten?
- Wird die Mobilansicht schon in der Designphase gezeigt?
- Welche technischen Schritte sind für Geschwindigkeit und SEO geplant?
- Wer erstellt Texte und Bilder – und steht der Zeitplan?
- Wem gehören Domain, Hosting und Website-Dateien?
- Ist der Umfang von Wartung und Support nach dem Launch klar definiert?
Fazit
Eine gut geplante Website ist Ihr bester Vertriebsmitarbeiter – rund um die Uhr im Einsatz. Wenn Sie über eine neue Website nachdenken oder wissen möchten, warum Ihre aktuelle Website nicht die erhofften Ergebnisse bringt, schreiben Sie uns: Gemeinsam schärfen wir Ihren Bedarf und erstellen eine individuelle Roadmap für Sie.